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Behinderte leiden besonders unter Corona-Einschränkungen

FPÖ-Behindertensprecher Ragger: "Blinde und sehbehinderte Menschen sind von Covid-19-Maßnahmen schwer betroffen."

Dass blinde und sehbehinderte Menschen im "Lockdown" besonders hart zu leiden haben, ergeht aus zahllosen persönlichen Stellungnahmen an den Abgeordneten Christian Ragger. Der freiheitliche Behindertensprecher, der zuvor schon auf diskriminierende Covid-19-Maßnahmen hingewiesen hat, übt heftige Kritik: „Es erreichen mich täglich persönliche Schicksale von Bürgerinnen und Bürgern, die aufgrund einer Behinderung keinen Anschluss mehr zum Alltag finden, arbeitslos oder zwangsbeurlaubt werden. Wenn es gilt, Maske zu tragen, werden die Lebensumstände von Sehbehinderten zur Anmaßung.“

Abstandsregeln für Blinde paradox

„Stellen Sie sich vor, dass Sie den Alltag ohne Ihr Augenlicht bewältigen müssen. Und dann denken Sie weiter, wie es ist, wenn Ihnen eine Maske und Abstandsregeln zusätzlich die Sinne rauben und Sie sich nicht mehr orientieren können. Sie werden handlungsunfähig“, sagte Ragger in Richtung ÖVP und Grüne. Ein Verkäufer in einem Elektrogroßmarkt wurde in den Zwangsurlaub geschickt, weil er für die Kurzarbeit im Paketdienst nicht in Frage kommt. Die Minusstunden muss er später wieder einbringen. Was hier geschaffen wird, grenzt an Menschenverachtung und Idiotie“, so Ragger.

Verurteilt zum Daheimbleiben

Härtefälle wie diese lassen laut Ragger die Menschen verzweifeln: „Wenn sie sich beruflich nicht gebraucht fühlen, wenn sie zuhause ausharren müssen und ihnen auf der Straße die Bewegungsmöglichkeit geraubt wird, dann helfen die Vorschläge und Hilfestellungen der Regierung nur mäßig. Wenn durch Kurzarbeit Minusstunden entstehen und man als Blinder zuhause auf der Couch ein TV-Programm verfolgen soll, dann laufen diese Maßnahmen dem gesunden Menschenverstand zuwider. Daher fordere ich die Regierung auf, den Handel zu öffnen, damit diese Menschen wieder arbeiten und ihrer Not entfliehen können.“


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