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"Equal Care Day": Kinder-, Familienarbeit und Angehörigenpflege endlich honorieren!

FPÖ-Frauensprecherin Ecker: "Pflege- und Familienarbeit sind weiblich und müssen endlich für Pensionszeiten und Pensionshöhe voll angerechnet werden."

FPÖ-Frauensprecherin Ecker zum "Equal Care Day": Kinder-, Familienarbeit und Angehörigenpflege endlich honorieren!"

Foto: FPÖ

Anlässlich des "Equal Care Day" stellte heute, Dienstag, die freiheitliche Frauen- und Seniorensprecherin Rosa Ecker fest: „So lange die wertvolle Arbeit zum Wohle der Gesellschaft wie Kinder- und Familienarbeit, aber auch die Pflege von Angehörigen nicht ausreichend honoriert und diese Zeit für die Pension nicht mehr angerechnet wird, so lange wird in unserem Land die Pflege-Arbeit weiterhin vorrangig weiblich bleiben. Denn immerhin übernehmen in der Pflege 80 Prozent Frauen die Arbeit, bei den mobilen Diensten sind es mehr als 90 Prozent. Ganz zu schweigen von der Pflege in den eigenen vier Wänden. Und hinsichtlich der Kinder- und Familienarbeit ist hinlänglich bekannt, dass die Väterkarenz weder in der Gesellschaft ausreichend angekommen ist, noch kann es sich eine junge Familie  wirklich finanziell leisten, dass der Vater in Karenz geht. Wir haben hier einen Handlungsbedarf: Frauen, die Pflege-Arbeit verrichten, sei es die Pflege von Angehörigen oder die Kinderbetreuung, ersparen der Allgemeinheit Kosten. Die volle Anrechnung für Pensionszeiten und für die Pensionshöhe sind in Wahrheit überfällig.“

Ehrenamtlicher Dienst an der Gesellschaft

„Viele Frauen erziehen ihre Kinder oder pflegen Angehörige in der Familie. Diese Zeiten werden von den Frauen ehrenamtlich als Dienst an der Gesellschaft und der Familie erbracht. Würden jedoch alle Frauen Vollzeit arbeiten, so müssten wir für alle diese Kinder und Menschen, die auf Pflege angewiesen sind, Fremdbetreuung schaffen und finanzieren. Abgesehen von den Kosten, wollen wir das wirklich? Frauen und Familien soll und muss die Möglichkeit gegeben werden, selbst zu entscheiden, wie sie ihre Betreuungspflichten aufteilen und organisieren. Wir müssen diese Frauen für ihre Betreuungsarbeit, egal ob für die Kinder oder Angehörigenpflege, ausreichend absichern, damit sie später eine entsprechende Pension erhalten“, erklärte Ecker.

Lücken in der Erwerbstätigkeit schließen

„Beim Einkommen und in Folge bei der Pensionshöhe ist bei Frauen als Quintessenz deutlich zu sehen, dass Kinder den Unterschied machen. Die Debatten über Altersarmut sind hinlänglich bekannt. Schließen wir als erste Maßnahme endlich die Lücken in der Erwerbstätigkeit, die in der Betreuungs- und Pflegearbeit entstehen. Gelingt uns das endlich, würden diese Frauen auch eine angemessene Pension für ihre Familienarbeit später erhalten. Ohne die pflegenden Angehörigen – meist Frauen – könnten wir die Pflege der älteren oder beeinträchtigten Menschen in diesem Land gar nicht bewältigen, weder in den Einrichtungen und Institutionen, geschweige denn zu Hause“, betonte Ecker.


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