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26. Februar 2021 | Europäische Union, Gesundheit

Europas Kampf gegen die Mutanten und die Vernunft

Virus-Mutationen müssen als Sündenbock für das Politik-Versagen herhalten.

Europas Kampf gegen die Mutanten und die Vernunft - Virus-Mutationen müssen als Sündenbock für das Politik-Versagen herhalten.

Graphik: NFZ

Die WHO verkündete in ihrem letzten wöchentlichen Covid-19-Update einen anhaltenden substanziellen Rückgang der Corona-Neuinfektionen, und zwar weltweit, unabhängig von den jeweils getroffenen Gegenmaßnahmen.

EU weiter am Angst- und Panik-Weg

Nun beginnt das allgemeine Grübeln über die möglichen Ursachen – außer in Europa. Die Politiker in der EU und ihre Hof-Virologen gehen davon aus, dass neue SARS-CoV-2 Mutationen – wie die britische, die südafrikanische und die brasilianische – grundsätzlich gefährlicher seien als die ursprünglich aus Wuhan importierte Population.

Britische Mutation keineswegs gefährlich

Hochrechnungen des britischen Gesundheitsministeriums zufolge sind bereits mehr als 95 Prozent der Neuinfektionen in Großbritannien auf die „britische“ Mutation zurückzuführen. Wäre diese 60 Prozent tödlicher, wie teilweise berichtet wurde, müssten die Totenzahlen dort in die Höhe schießen. Die sind aber ebenso im Sinkflug wie auch die Zahl der Hospitalisierten und die der positiv Getesteten auf der Insel der EU-Abtrünnigen.

Island fand schon 463 Mutationen

Und noch eine Nachricht zu Mutationen: Island mit seinen 350.000 Einwohnern hat bereits vor zehn Monaten begonnen, bei allen positiven Coronatests das Erbgut der Coronavirus-Proben systematisch zu sequenzieren. Und siehe da, schon im Jänner wurden durch dieses Vorgehen auf der nun de facto Corona-freien Insel 463 Mutationen nachgewiesen.

"Fake News" aus Schweden

Eine Korrektur zu den „Fake News“ zu Schweden: Die Nachricht, dass der schwedische König in einem Statement den „schwedischen Weg“ als gescheitert erklärte, bezog sich nicht – wie ORF und Zeitungen berichteten – auf die Corona-Maßnahmen, sondern auf den Bericht einer parlamentarischen Untersuchungskommission zur Entwicklung der allgemeinen Situation in Alten- und Pflegeheimen.


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