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15. Juni 2020 | Arbeit und Soziales, Wirtschaft

Job-Offensive bei Post zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit gefordert

FPÖ-Generalsekretär Schnedlitz: „Rückstau von 150.000 Paketen nach Abzug des Bundesheeres - was machen die Post-Manager eigentlich hauptberuflich?“

Keine Woche vergeht ohne ein weiteres Kapitel aus der „Pleiten, Pech & Pannen“-Serie bei der Österreichischen Post AG. Das mehrheitlich im Staatsbesitz befindliche Unternehmen, bei dem jeder der drei Vorstände mit rund 1,8 Millionen Euro pro Jahr nachhause geht, sieht sich Medienberichten zufolge nun mit einem Paket-Rückstau in den Post-Verteilzentren konfrontiert. Nach dem Abzug des Bundesheers aus den Zentren warten dem Vernehmen nach noch 150.000 Pakete auf die Auslieferung – bis wann sie die Empfänger erreichen, ist anscheinend ungewiss.

Mit höherem Personalbedarf war zu rechnen

FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz: „Was machen die Post-Manager eigentlich hauptberuflich? Diese Frage muss angesichts der gravierenden Missstände erlaubt sein. Mit dem Plus bei Online-Bestellungen und dem damit verbundenen höheren Personalbedarf durch das Zusperren der Geschäfte zu Beginn der Coronakrise hätte man in der Vorstandsetage der Post durchaus rechnen können. Alles, was danach passiert ist – Stichwort Corona-Infektionen durch Asylwerber in Leiharbeitsfirmen, Abkommandieren des Bundesheer - , war eine Bankrotterklärung des hochbezahlten Managements der Post, das in unseren Augen rücktrittsreif ist.“

Finanzminister Blümel zuständig für Post

Durch die überzogenen Maßnahmen der schwarz-grünen Bundesregierung zur Bekämpfung des Coronavirus sehe sich Österreich mit einer Rekordarbeitslosigkeit konfrontiert. Schnedlitz: „Finanzminister Blümel trägt die politische Verantwortung für die Österreichische Post AG. Ich verlange, dass der Minister das Post-Management anweist, eine Job-Offensive zu starten und Arbeitslosen einen Job im Bereich der Verteilzentren zu geben.“

Post muss wettbewerbsfähig bleiben

Dabei gehe es auch um die Wettbewerbsfähigkeit der Post. Schnedlitz: „Im Paketsegment herrscht großer Wettbewerb. Wenn -zigtausende Menschen wochenlang auf ihre Pakete warten, werden viele Kunden der Post die Treue kündigen und ihre Produkte künftig von einem Mitbewerber ausliefern lassen – wodurch die Post auch wirtschaftlich Schaden nehmen würde.“ Der FPÖ-Generalsekretär fordert daher einen personellen Neustart bei der Österreichischen Post: „Die Briefträgerinnen und Briefträger leisten hervorragende Arbeit – das fürstlich bezahlte Management leider nicht.“


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