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12. März 2021 | Landesverteidigung

Niederösterreichs Kasernen-Küchen müssen wieder selbst kochen

FPÖ-Abgeordneter Kainz zu zentraler Tiefkühlkost: "Auch die regionale Wirtschaft wird geschwächt - wichtiger Faktor ist die Autarkie unserer Kasernen."

„Seit 2012 werden die Soldaten in den Kasernen in Niederösterreich nicht mehr durch die jeweilige Truppenküche versorgt, sondern seither hieß die Devise 'Cook & Chill'. Dabei handelt es sich um eine Komponentenverpflegung, also eine Zusammensetzung aus fertiggestellten Einzelspeisen. Diese werden in der Kaserne Wiener Neustadt gegart, verpackt und dann tiefgefroren und anschließend per Lkw zu den anderen niederösterreichischen Kasernen transportiert“, erklärte heute, Freitag, der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Alois Kainz.

Hunderte sinnlose Lkw-Kilometer

„Seit dieser Umstellung müssen nun noch mehr Lkw Niederösterreich durchqueren, wodurch mehr CO2 ausgestoßen wird. Zusätzlich wird, wenn die Speisen zuerst in Wiener Neustadt zubereitet und dann wieder eingefroren werden, mehr Verpackungsmüll produziert, und auch die Qualität dürfte bei der Komponentenverpflegung wohl kaum jener der Truppenküche entsprechen”, so Kainz zu den Nachteilen des „Cook & Chill“.

TÜPL Allentsteig könnte sich selbst versorgen

„Auch die regionale Wirtschaft wird seit Abschaffung der Truppenküche geschwächt. So wird ebenso der Truppenübungsplatz Allentsteig im Rahmen des 'Cook & Chill' bewirtet. Vor dieser Umstellung wurden viele Lebensmittel in der Region gekauft, daher haben viele regionale Betriebe in Folge einen ihrer wichtigsten Abnehmer verloren, und somit wurde auch die Wirtschaft geschwächt. Die Truppenküche in der Liechtenstein-Kaserne am Truppenübungsplatz Allentsteig könnte beispielsweise ohne Aufwand wieder aktiviert werden, es müssten nur frische Lebensmittel eingekauft werden“, betonte Kainz.

Kasernen-Autarkie im Krisenfall entscheidend

„Ein weiterer wichtiger Faktor ist außerdem die Autarkie unserer Kasernen. ÖVP-Landesverteidigungsministerin Klaudia Tanner spricht immer von Autarkie der einzelnen Standorte. Das Gegenteil ist der Fall, denn ohne Truppenküche kann die eigenständige Versorgung im Krisenfall nicht gewährleistet werden. Die Wiedereinführung der Truppenküche ist daher ein wichtiger Aspekt, um Autarkie hinsichtlich des militärischen Eigenbedarfs sicherstellen zu können“, betonte Kainz.


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