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Absurd! Österreich droht Ärztemangel, und die Regierung kürzt Studienplätze für Medizin

Stattdessen kommt umstrittene Verlängerung der Maximal-Arbeitszeit für Spitalsärzte.

Ein Armutszeugnis gibt die Bundesregierung im Bereich der Medizin ab. Zu diesem Schluss kommen FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer und FPÖ-Gesundheitssprecher Gerhard Kaniak. Österreich drohe ein massiver Ärztemangel – im niedergelassenen Bereich und in den Spitälern. „Anstatt mehr Mediziner auszubilden, geht die Regierung genau in die entgegengesetzte Richtung. Im Herbstsemester wird die Zahl der Studienplätze für Medizin und Pharmazie reduziert. Das ist grob fahrlässig und gefährdet das gesamte Gesundheitssystem“, zeigen sich Hofer und Kaniak irritiert. Stattdessen hat die Regierung die Arbeitszeitregelung für Spitalsärzte verlängert. Konkret geht es um die Möglichkeit, bis zu 55 Stunden pro Woche zu arbeiten. Diese Regelung wäre im Juli 2021 ausgelaufen und soll nun bis Juni 2025 gelten.

40 Prozent der Spitalsärzte bald in Pension

Die Ärztekammer zeigt sich davon wenig begeistert – und auch für Hofer ist das der falsche Weg: „Auch im Spitalswesen braucht es Nachwuchs. Rund 40 Prozent der Spitalsärzte werden in den nächsten zehn Jahren in den Ruhestand gehen. Die Antwort auf dieses Problem kann daher nur eine Ausbildungsoffensive sein. Mit der Verlängerung der Arbeitszeitregelung wird das Problem nur für weitere drei Jahre überdeckt.“

Pflegekonzept seit Anfang 2020 überfällig

Die Bundesregierung müsse zwei Dinge dringend anpacken, appellieren Hofer und Kaniak: „Österreich braucht mehr Mediziner und mehr Pflegekräfte. In beiden Bereichen liegen die Zahlen auf dem Tisch. Das Problem: Die Bundesregierung kommt nicht in die Gänge. In der Pflege wurden bisher nur Ist-Stands-Erhebungen und Umfragen präsentiert, das Anfang 2020 angekündigte Pflegekonzept ist bis heute nicht fertig. Durch die Reduktion der Studienplätze für Medizin und Pharmazie beweist die schwarz-grüne Regierung ein weiteres Mal eindrucksvoll, dass sie Probleme nicht nur nicht anpackt, sondern in manchen Bereichen noch verschlimmert.“


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