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28. Oktober 2020 | Gesundheit

Von einem Engpass bei Spitalsbetten sind wir weit entfernt

FPÖ-Gesundheitssprecher Kaniak: "Uneinheitliche und intransparente Meldungen von Spitalsbetten könnten manipulierten Engpass erzeugen - wir brauchen ein transparentes Meldesystem."

„Die derzeitige Diskussion um verfügbare Spitalsbetten in den einzelnen Bundesländern wirft mehr Fragen als Antworten auf. Denn die im AGES-Covid-19-Dashboard dargestellten Zahlen zeigen nur jene Betten an, die von den Bundesländern zur Covid-Behandlung zur Verfügung gestellt und auch gemeldet werden. Dieser Wert ändert sich wöchentlich, wenn nicht täglich beträchtlich um mehrere tausend Betten. Zudem handhabt jedes Bundesland die Zählweise anders. Die Möglichkeit der bewussten Inkaufnahme von falschen Zahlen und einer Fehlinterpretation der vorhandenen Kapazitäten liegt somit auf der Hand“, erklärte der freiheitliche Gesundheitssprecher Gerhard Kaniak.

Gerade einmal 2,8 Prozent der Betten belegt

Derzeit könne man von etwa 42.000 öffentlichen Krankenbetten in Österreich ausgehen, wobei der AGES mit heute, Mittwoch, 10.110 verfügbare Normalbetten gemeldet wurden, von denen 1.197 von an Covid erkrankten Patienten belegt seien. Das sind knappe zwölf Prozent, beziehungsweise 2,8 Prozent der Gesamtkapazität. Von einer Verknappung der Versorgung kann somit nicht gesprochen werden, außer man führt sie statistisch künstlich herbei. Eine solche Vorgangsweise könnte zum Beispiel ein Grund zur Verschiebung von wichtigen Behandlungen oder Operationen sein“, so Kaniak.

Privatspitäler müssen mitgezählt werden

„Was wir nun dringend benötigen, ist ein einheitliches und transparentes Meldeschema für Normal- und Intensivbetten über das gesamte Bundesgebiet. Zu diesen müssen aber auch jene etwa 20.000 Betten gezählt werden, die in privaten Spitälern zur Verfügung stehen. Denn diese könnten wichtige Kapazitäten für Behandlungen und Operationen sicherstellen, die dann über den Prikraf ( Privatkrankenanstalten-Finanzierungsfonds) aus der öffentlichen Hand finanziert werden", betont Kaniak.

Nicht jeder muss ins Krankenhaus

Ebenso müsse es ein einheitliches bundesweites Aufnahme- und Entlassungsverfahren geben. Symptomfreie Verdachtsfälle könnten ebensogut in häusliche Betreuung entlassen werden wie Patienten mit überstandener Erkrankung bei entsprechend hohen CT-Werten bei ihren PCR-Tests, betonte der FPÖ-Gesundheitssprecher, der noch anführte, dass Österreich noch sehr lange nicht an seine Kapazitätsgrenzen in den Spitälern anlangt sei, "sofern wir die vorhandenen Kapazitäten intelligent nutzen. Sicher ist allerdings, dass wir Gefahr laufen, durch falsche Daten von der schwarz-grünen Regierung in eine ungerechtfertigte Panik und in einen zweiten 'Lockdown' geraten."


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